In dieser Woche war ich mit einer Delegation des Verteidigungsausschusses des Europäischen Parlaments zu Gast in Taiwan. Der Indo-Pazifik ist längst ein geopolitisches Zentrum und Taiwan steht im Fokus dieser Entwicklung. Für mich ist klar: Wir müssen vor Ort sein, zuhören und uns ein eigenes Bild machen. Ich habe mich in Taipeh u.a. mit Taiwans Präsident Lai Ching-te, Außenminister Lin Chia-lung, dem Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats Joseph Wu sowie Parlamentspräsident Han Kuo-yu ausgetauscht. Diese Gespräche zeigen: Die Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und Taiwan ist eng, belastbar und strategisch relevant. Im Mittelpunkt standen Sicherheit, Resilienz und Verteidigungsfähigkeit, aber eben auch wirtschaftliche Stärke und industrielle Zusammenarbeit. Taiwan ist ein zentraler Akteur in globalen Lieferketten, insbesondere bei Halbleitern. Diese Schlüsseltechnologie entscheidet über unsere wirtschaftliche Souveränität und sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit in Europa. Der Austausch mit Think Tanks, der Besuch von Innovationszentren und Gespräche mit Vertretern aus Regierung und Verteidigung haben verdeutlicht, wie eng Sicherheit und Industriepolitik heute miteinander verknüpft sind.  Für mich ist klar: Taiwan ist ein demokratischer und wirtschaftlich hochrelevanter Partner. Wer den Indo-Pazifik ernst nimmt, darf sich in Konfliktfragen nicht wegducken, sondern muss politisch wie wirtschaftlich Präsenz zeigen. (MASZ)
Ich bin froh, dass es mir mit meinem Vorschlag gelungen ist, Bewegung in die festgefahrene Kandidatenfrage der FDP zu bringen und den Stillstand zu beenden. Mit Henning Höne stehe ich in engem Austausch und schätze ihn seit jeher sehr. Er ist ein ebenso junger wie erfahrener Vorsitzender des stärksten FDP-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen und eine kluge, starke, marktwirtschaftliche Stimme. Seine Kandidatur hat meine volle Unterstützung. Ich habe von Anfang an deutlich gemacht, dass die für eine Doppelspitze erforderliche Zweidrittelmehrheit eine sehr hohe Hürde ist. Nach vielen Gesprächen ist eher nicht davon auszugehen, dass sich in der Partei aktuell eine solche Mehrheit findet. Wie ich bereits betont habe, lässt meine politische Aufgabe als Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung des Europäischen Parlaments eine alleinige Kandidatur für den Vorsitz nicht zu. Die Entscheidung von Henning Höne ist daher folgerichtig und erfreulich. Im Präsidium der FDP werde ich mich auch in Zukunft mit gewohnt starkem Engagement einbringen. Jetzt braucht es die ganze programmatische und personelle Bandbreite unserer Partei, um die FDP erfolgreich in die Zukunft führen. (MASZ)
