Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann

INTERVIEW | Strack-Zimmermann: "Wir dürfen die USA als Partner nicht abschreiben"

Mitte letzten Jahres ist die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann vom Deutschen Bundestag ins EU-Parlament gewechselt. Zur richtigen Zeit: In Berlin wird die FDP nach der Bundestagswahl im Februar dem künftigen Bundestag nicht mehr angehören. Karrieretechnisch also alles richtig gemacht? Strack-Zimmermann will das so nicht sagen: „Das ist bitter und ich leide nicht nur mit meiner Partei, sondern auch für mich. Das ist kein schöner Augenblick. Natürlich brauche ich Kolleginnen und Kollegen im Deutschen Bundestag“, sagt sie im ARD Interview der Woche.

Wie in Berlin leitet Strack-Zimmermann jetzt auch in Brüssel den Verteidigungsausschuss. Trotz der Schockwellen, die nach dem Machtwechsel im Weißen Haus bis nach Europa schwappen, bleibt sie optimistisch: Europa werde weiter unter dem atomaren Schutzschirm der USA bleiben können. Das Ende der Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten herbeizureden sei falsch. Frankreich sei mit Blick auf die atomare Abschreckung keine Alternative: Das Nachbarland könne höchstens Deutschland schützen, wenn der Feind am Rhein stehe. „Frankreich ist weit davon entfernt, Europa zu schützen“, so die Abgeordnete im EU-Parlament. „Die USA erwarten von uns, dass wir mehr tun. Das finde ich nachvollziehbar. Und das werden wir jetzt auch tun.“