Trump macht Ernst: Europa erlebt eine neue Epoche

Ein abgeschottetes Treffen im Trump Tower, ein flüchtiger Händedruck, ein paar höfliche Worte – und ein Satz, der nun wie eine düstere Vorahnung klingt. Wenige Wochen vor den US-Wahlen im November saß der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Manhattan Donald Trump gegenüber. „Ich hoffe, dass unsere Beziehungen auch in Zukunft gut sein werden“, sagte er damals. Trump lehnte sich zurück, grinste und entgegnete: „Zum Tangotanzen gehören immer zwei.“ Fünf Monate später ist klar: Dieser Tanz findet nicht statt. Trump ist zurück im Weißen Haus – und für Selenskyj hat er nichts als Hohn und Spott übrig. Er nennt ihn einen „Diktator“, attackiert die Ukraine scharf und gibt ihr die Schuld am anhaltenden Krieg der Russen gegen das Nachbarland.
„Trump übernimmt 1:1 russische Fake News und macht sie sich zu eigen. Diese Narrative betreiben in härtester Form eine Täter-Opfer-Umkehr“, kritisierte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann. „Das ist wahrlich gruselig, zugleich aber nicht wirklich überraschend. Die Wahrheit wird – wie seit langem zu beobachten – pervertiert und in einer Lüge verpackt“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).